23.06.2006

SPAR & BAU hat Mitglieder wie noch nie

Wilhelmshavener Wohnungsbaugenossenschaft legte gestern den Geschäftsbericht 2005 vor

Erstmals soll eine Dividende von sechs Prozent ausgeschüttet werden.

WILHELMSHAVEN/SAL - Seit jeher zahlt die Wohnungsbaugenossenschaft SPAR & BAU ihren Mitgliedern eine maximal vierprozentige Dividende. Mit dieser ?Tradition? will sie nun brechen: Vorausgesetzt, die Vertreterversammlung befürwortet die erforderliche Satzungsänderung, schüttet die Genossenschaft in diesem Jahr erstmals eine Dividende von sechs Prozent aus. - ?Weil wir unseren Mitgliedern etwas Gutes tun wollen?, begründete Vorstandsvorsitzender Peter Hohmann den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat. ?Die sechs Prozent sollen aber eine einmalige Aktion sein", ergänzte Vorstandsmitglied Dieter Wohler. Der Vorstand der Wilhelmshavener Spar- und Baugesellschaft erläuterte gestern Mittag in einem Pressegespräch den Geschäftsbericht 2005, der am Abend dann im Hotel Kaiser der Vertreterversammlung vorgelegt wurde.

Die SPAR & BAU blickt insgesamt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Die Bilanzsumme stieg um 1,5 Mio. Euro auf 51,9 Mio. Euro, das Eigenkapital beträgt 32,6 Mio. Euro (plus 1,5 Mio. Euro), während die Umsatzerlöse mit 13,3 Mio. Euro unverändert blieben. Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf rund 1,34 Mio. Euro, davon sollen laut Hohmann und Wohler 1,17 Mio. Euro in die Rücklagen fließen, der Rest wird an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Im vergangenen Jahr hat die SPAR & BAU 3.900 Wohnungen, Garagen und Gewerbeflächen bewirtschaftet. "Unsere Mitgliederzahl hat mit 7.443 einen neuen Höchststand erreicht", teilte der Vorstandsvorsitzende mit; die Geschäftsanteile hätten die 10.000 überschritten. Damit entwickelt sich die SPAR & BAU erfreulicherweise entgegen dem allgemeinen Trend sinkender Anteile und Mitglieder bei den Genossenschaften, betonte Peter Hohmann. 99,3 Prozent aller SPAR & BAU Wohnungen waren im vergangenen Jahr vermietet, ?das ist beinahe schon eine Traumquote?, sagte der Vorstandsvorsitzende. Und für 2006 geht Dieter Wohler davon aus, dass sich die Zahl der leerstehenden Wohnungen sogar noch weiter verringert. Die Genossenschaft hat allerdings auch viel in die Verbesserung ihrer Wohnungen investiert. Die Palette der Maßnahmen reichte von der Wärmedämmung über die Vergrößerung und Verschönerung der Bäder bis hin zur Installation von Rauchmeldern und Multimedia-Anschlüssen. Wohler wies außerdem auf Verbesserungen des Wohnumfeldes hin. Im Finanzplan stehen insgesamt 8 Mio. Euro für die Modernisierung und Instandhaltung.

Die Spar- und Baugesellschaft investiert parallel weiterhin in den Neubau von Wohnanlagen. Im vergangenen Jahr wurden die drei Stadthäuser in der Blumenstraße fertig, und am Bontekai feierte die Genossenschaft kürzlich Richtfest für ein 13-Familienhaus. Sie will ihre Aktivitäten am Größen Hafen noch fortsetzen. Die Spar & Bau besitzt dort ein weiteres Grundstück, auf dem im kommenden Jahr mit dem Bau eines zweiten Mehrfamilienhauses begonnen werden soll.